Typen von Bauträgern

Bauträger auswählen

Die Auswahl des Bauträgers war auch eine zeitaufwändige und langwierige Sache. Unser Hanggrundstück hat den einfachen Bau eines Hauses aus dem Katalog vereitelt. Ein  frei geplantes Haus ist immer eine Herausforderung für Bauträger. Er muss einen Preis nennen, kann aber nicht den Aufwand einer genauen Kalkulation für jeden Bauinteressenten treiben, da der ja dann womöglich doch nicht bei ihm baut. Unsere Erkenntnis: Es gibt nicht den Typ Bauträger, sondern eine ganze Menge…

Dies treibt lustige Blüten. Zumindest im Nachhinein lustig. Wenn man gerade im Gespräch sitzt ist es zum Teil eine echte Herausforderung gelassen zu bleiben.

Wir können für jeden Typ Bauträger mindestens ein Beispiel geben, verhandelt haben wir letztlich mit 11 Stück, da war von allem was dabei. 🙂

Heute sind wir froh mit der Astori GmbH einen Bauträger gefunden zu haben, der unsere Vorstellungen zu einem angemessenen Preis umsetzen möchte und auch unkonventionelle Ideen oder Vorschläge nicht von vornherein ablehnt. Wir werden sehen, ob wir weiterhin so zufrieden sind.

Versuch einer Typisierung der Bauträger

Der Bequeme

„Ein frei geplantes Haus? Kein Problem!“. Einfach Länge mal Breite mal Höhe plus zur Sicherheit einen ordentlichen Betrag oben drauf und Voilá ein Preis. Zu teuer? „Bauen ist halt teuer!“

Den Typ Bauträger hatten wir mehr als ein mal. Dieses Verhalten hat dann zwar zu Preisabweichungen von über 50% zu ernsthaften Angeboten geführt, aber so lange die Bauwirtschaft derartig gut ausgelastet ist können sie sich manche dieses Verhalten wohl rausnehmen. Kunde weg? Kein Problem. Kunde bleibt? Goldene Nase!

Eine Variante des Bequemen gibt es auch noch: Zentrale Frage: „Wie viel kann sich der Kunde den potentiell leisten?“ Zwei Vollverdiener, ca. noch gut 30 Jahre Arbeitsleben. Macht so etwa diesen Betrag. Zack! So teuer wird ihr Haus! Hatten wir immerhin ein mal, wobei der Bauträger da ehemaliger Immobilienfinanzierer war. Das hat man da dann aber auch  deutlich gemerkt.

Der Unentschlossene

„Klar machen wir Ihnen ein Angebot“. Warten, warten, warten. Rückfrage. „Wir müssen uns erst das Grundstück anschauen“.

Zonk.

Zumindest wenig Aufwand gehabt. Ganz im Gegenteil zum nächsten Typ Bauträger.

Der Verschleierer

Dieser hat uns viel viel Zeit gekostet. Günstiges Angebot, aber in jedem Gespräch die Meinung dies könnten wir uns nicht leisten und sollten verzichten, jenes können wir uns nicht leisten.

Immer nach dem wir ein Angebot bekommen hatten haben wir ergänzt was uns nicht passt und um eine aktualisiertes Angebot gebeten. Das kam auch, in dem fehlte dann aber etwas, was zuvor noch dabei war.  Bevorzugt Dinge, die wir uns seiner Meinung nach nicht leisten konnten. Dafür blieb der Preis (etwa) gleich hoch.

Irgendwann hieß es dann: Wenn sie weiter planen sollen, sollen wir erst einmal so ein halbes Angebot unterschreiben und uns festlegen, dann geht es weiter.

Zonk.

Der Unseriöse

„Wenn Sie bis Ende Februar unterschreiben bekommen Sie ein Überraschungsgeschenk“. Sooo schlecht war der Bauträger bis zu diesem Satz gar nicht, aber damit war irgendwie die Luft raus. Leider wissen wir bis heute nicht, was wir bekommen hätten, aber egal ob es ein 24-teiliges Besteckset, eine Modelleisenbahn oder ein Blumenstrauß gewesen  wäre – bei dem Betrag den so ein Haus kostet ist allein die Idee absurd sich durch ein Überraschungsgeschenk zum Abschluss verleiten zu lassen.

Der Teure

„Ein Angebot. Aber gerne. 3500 € + Steuer. Wenn Sie bei uns bauen bekommen Sie das Geld gutgeschrieben“. Ob wir dafür wenigstens Pläne oder eine sehr detaillierte Aufstellung der Massen bekommen? „Nein. Nur ein Angebot.“

Zonk.

Dieser Bauträger wurde später noch handzahmer. Vielleicht weil die Auftragsbücher leerer wurden…

Der Gute

Schwierig zu finden, und wie gut er bis zum Ende des Bauvorhabens ist muss sich natürlich immer erst zeigen. Wir haben mit mehreren Bauträgern verhandelt, die wir als gut empfunden haben.  Bei einem kam während der Verhandlungen spontan ein Großauftrag mit einer Menge an Reihenhäusern und für uns war keine Kapazität mehr übrig, was weitere Gespräche überflüssig machte.

Beim anderen haben wir unterschrieben. Nach allen Erlebnissen freuen wir uns jetzt, wie oben schon geschrieben, mit der Astori GmbH einen Bauträger aus der Region gefunden zu haben, der zum Glück noch Kapazitäten für 2018 frei hatte und unser Traumhaus zu einem fairen Preis realisieren möchte.